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BAUZAUN3

An verschiedenen Informationspunkten, hier an einem der Tunnelbauten, erhielten die Besuchergruppen gestern auf dem Lausitzring Informationen aus erster Hand. (Foto: Steffen Rasche)


Mit 5000 hat keiner gerechnet

Riesen Interesse am Wachsen des Lausitzringes / Loch im Bauzaun zog magisch an

Hörlitz/Meuro (gb). Knut Löbner dürften am Ende des gestrigen Tages die Arme weh getan haben. Stunde um Stunde wies er die aus allen Himmelsrichtungen und ununterbrochen anrollenden Pkw in ihre Parkpositionen auf dem Lausitzring ein. Mit 5000 Besuchern hätte keiner der Organisatoren vom Förderverein Lausitzring beim gestrigen „Loch im Bauzaun“ gerechnet. Immerhin hatten bei den vorangegangenen zwei Veranstaltungen dieser Art schon insgesamt mehr als 1200 Neugierige die Baustelle der künftigen Renn und Teststrecke besucht.
„Beim nächsten Mal sind's dann 25.000“, blickt Projektmanager Dr. Frank Herdmann augenzwinkernd in die Zukunft. „Dieses Besucherinteresse straft alle Skeptiker Lügen. Weiter so!“ Während an der Anmeldung, dem Nadelöhr zur Baustellenbesichtigung, so mancher seinen Unmut über die Wartezeit nicht verbergen konnte, wurden die meisten beim anschließenden Rundgang entschädigt. Flexibel hat das Busunternehmen Pietzsch reagiert und einen zusätzlichen Bus für die Fahrten über das Gelände geschickt.
Wackersteine dürften den Verantwortlichen am Abend vom Herzen gefallen sein, dass es trotz der tausenden Besucher ohne Unfall abging, und das, obwohl sich nicht alle an die vereinbarten Regeln gehalten hatten.
Sabine Pannek, die mit ihrer Familie aus Senftenberg gekommen war, lobte: „Diesmal ist es mit den Informationspunkten besser organisiert als beim letzten Mal.“
In diesem Jahr wird es kein „Loch im Bauzaun“ mehr geben. Und beim nächsten Mal hat der Förderverein sicher schon wieder manches dazugelernt, wie man derartige Menschenströme beherrscht. Ein Wunsch von Rudi und Renate Herbrich aus Senftenberg. Ein Fahrradweg zum Ring muss her.