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Der EuroSpeedway Lausitz wird eröffnet

Die Lausitz hat eine Attraktion der Extra KlasseBearbeiten



LAUSITZRING


LAUSITZRING. Die Welt der Rekorde ist gestern mit einem ersten Rekord ins Rennen gegangen:
Fast 80.000 Menschen wollten dabei sein, wenn die modernste Rennstrecke Europas offiziell eingeweiht wird. Gabi Böttcher und Harald Müller sowie Steifen Rasche waren für die Senftenberger Rundschau dabei.

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Nachdem Petrus gegen 9 Uhr seine ebenfalls rekordverdächti¬gen Gewitter Grüße zur Erde gesandt hatte, nahm alles seinen Lauf. Wahnsinn, riesig, beeindruckend, eine andere Welt, einfach Spitze die Kommentare, die überall auf dem Areal zu hören waren, verbanden die Tausenden in dem Bewusstsein, etwas ganz Besonderes in Besitz genommen zu haben. Was in gut zwei Jahren auf ehemaligem Kippengelände gewachsen ist, muss man erlebt haben, die beste Gelegenheit bestand dazu wahrlich gestern mit einer Nonstop Show, die einen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten der Anlage gab.
Ob als europäisches Motorsportzentrum, als. Test und Prüfstrecke für die Automobilindustrie oder als Adresse für Kulturveranstaltungen der Extra Klasse: die Erwartungen sind groß. Das Gesamtprojekt steht auf einer, sicheren betriebswirtschaftlichen Basis, so Manfred Stolpe. „Wir wollen nun Folgeinvestitionen in die Region ziehen“. Ein Freizeitpark in Rennbahnnähe böte sich an.

Prof. Dr. Gerhard Zeidler, Vorstandsvorsitzender der DEKRA, versicherte, dass der Bau eines Technologiezentrums noch in diesem Jahr beginnt. "Um weitere Synergiepotentiale auszuschöpfen und der noch strukturschwachen Lausitz Region zu helfen, werden wir auch wichtige Punktionseinheiten unserer Technischen Prüfstelle hierher verlagern.“

Hans Jörg Fischer, der Chef der Betreibergesellschaft, der von Dr. Frank Herdmann, dem Chef der Bau und Projektentwicklungsgesellschaft gestern endgültig den Staffelstab übernahm: "Wir haben die Pole Position unter Europas Rennstrecken im Visier."

Zu erreichen dürfte diese allerdings nur sein, wenn im, Umfeld, in der Infrastruktur deutlich nachgebessert wird. Diejenigen, die gestern im Stau standen, wissen am besten, wovon die Rede ist.

Ein heftiger Gewitterregen ging gestern Vormittag im Altkreis nieder. Die Lausitzring-Eröffnungsveranstaltung drohte ins Wasser zu fallen. Das Foto entstand unweit des Mediacenters. Kurz darauf lachte die Sonne wieder.

Hitzeschlacht am RingBearbeiten



Sanitäter pausenlos auf Trab / Einsatzleiter Kaergel: Feuertaufe bestanden
Lausitzring (ab). Mit ihren roten Hosen, weißen T Shirts und Sanitaschen waren die 85 Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes am. Sonntag überall dort zur Stelle, wo Zuschauer auf dem Ring Gelände in Ohnmacht fielen oder der Kreislauf Purzelbäume schlug. Insgesamt mussten an die 70 Patienten versorgt werden.
Bei knapp 80 000 Besuchern keine dramatische Situation, schätzte gestern Gerhard Kaergel, einer von vier DRK Ein¬satzleitern, ein. Kalte Umschläge Wasser und das Ausruhen im Schatten brachten die kurzzeitig verhinderten Ring Besucher in den meisten Fällen wieder recht schnell auf die Beine. Betroffene waren Zuschauer im Alter von 13 bis 80 Jahren - die stechende Sonne und trotz morgendlichen Gewitters anhaltende Schwüle forderte altersunabhängig ihren Tribut.
Für die schnelle Hilfe sorgten neben den, Renn Doktoren am Sonntag 85 Sanitäter des DRK-Kreisverbandes Senftenberg so wie des gesamten Landesverbandes. Gemeinsam haben diese beiden Partner bekanntlich
den Zuschlag erhalten, die Ver¬anstaltungen auf dem Motodrom bis zum Jahresende zu betreuen (LR berichtete). Gegen andere Dienstleister dieser Art hatte man sich erfolgreich durchgesetzt. "Ihre Feuertaufe haben die 30 Sanitäter, Rettungssanitäter, und Assistenten des DRK Kreisverbandes Senf¬tenberg bestanden,“ so gestern Einsatzleiter Gerhard Kaergel gegenüber RUNDSCHAU. Unterstützt wurden die hiesigen DRK Leute von Einsatzkräften des Landesverbandes. Aus Görlitz, Berlin, Potsdam, Herzberg und Elsterwerda kamen Sanitäter zur Eröffnungsshow angereist.
Auf der Rennstrecke waren vier Rettungswagen auf Achse, im Außenring ein Kranken¬transportfahrzeug und ein Rettungswagen. "Die Teamarbeit zwischen der Sanitätswache in Tribünennähe und dem Medi¬calcenter im Ring Innenbereich klappte reibungslos" lobt der Einsatzleiter. Nur, "in einigen wenigen Fallen musste nach der
Erst Diagnose der "Renn Ärzte" der Rettungdienst angefor¬dert werden, um unverzüglich eine Notaufnahme ins Klinikum Niederlausitz zu organisieren.
Eigens für die Einsätze auf dem Lausitzring bekam der DRK Kreisverband vor der Eröffnungsveranstaltung am Sonntag einen Rettungswagen vom DRK Landesverband übergeben. Das zusätzliche Fahrzeug bleibt in Senftenberg stationiert. Denn nach der Eröffnung beginnt für die Sanitäter nun der Ring Alltag, betont Gerhard Kaergel. Bis Anfang November sind Einsatzkräfte täglich vor Ort. Die gut ausgebildeten Frauen und Männer des Kreisverbandes haben damit ganzjährig ein vielseitiges Einsatzgebiet gefunden, um ihre speziellen Kenntnisse nun auch praktisch anzuwenden.
Die Bewährungsprobe haben die durchweg ehrenamtlichen Sanitäter bestanden, lobt Kaergel. Am Sonntag waren sie zwölf Stunden nonstop die rettenden Engel auf dem Ring.

HITZE
Bei 70 Ring-Zuschauern spielte bei der Lausitzring-Eröffnung der Kreislauf verrückt.
Die Rettungswagen hatten zwischen den Einsätzen kaum eine Pause.